Vier Projekte, vier Maßstäbe
Ein gebautes Projekt, ein Entwurf, eine planerische Untersuchung und ein Raumplanungsprojekt auf Gemeindeebene – vom 60-m²-Hang bis zum Gemeindegebiet einer Bezirksstadt. Alle vier entstanden im Bachelorstudium Landschaftsplanung und Landschaftsarchitektur an der BOKU Wien. Bei allen vieren steht dabei, was meine eigene Arbeit war und was in der Gruppe entstand.
Was in diesen vier Projekten steckt
Die vier Projekte decken die Kette einmal vollständig ab: eine Fläche untersuchen und die Abwägung aufschreiben, aus Befunden einen Entwurf entwickeln, einen Plan in eine gebaute Fläche überführen – und zwei fertige Varianten gegeneinander bewerten, bis eine Empfehlung dasteht. Keines der vier zeigt das allein.
Wie diese vier Projekte entstanden sind
Der gemeinsame Grundsatz
Bei jedem der vier steht nicht nur das Ergebnis, sondern der Weg dorthin: welche Befunde am Anfang standen, welche Entscheidung daraus folgte und was zwischen erster und letzter Fassung weggefallen ist. Ein Entwurf, dessen Begründung fehlt, lässt sich weder prüfen noch verteidigen.
Warum auch das Misslungene dabeisteht
Der Baubericht zum Damm stellt Planung und Ausführung Zeile für Zeile gegenüber: Bei acht von zehn Positionen kam etwas anders als geplant. 287 Pflanzen waren geplant, 328 wurden gesetzt.
Diese Differenz ist der eigentliche Lerninhalt des Projekts – und der Grund, warum sie nicht wegredigiert ist. Die Gegenüberstellung ansehen →
Die vier Projekte
Hangbepflanzung Groß-Enzersdorf
60 m² Hangbepflanzung auf der BOKU-Versuchswirtschaft: Bestandsaufnahme, Bepflanzungsplan, technische Schnitte, vier Bautage vor Ort.
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Kendlerpark: Sukzession als Entwurf
Einzelentwurf für einen Zwischenraum in Wien 16: Sukzession wird als Bestandteil des Entwurfs verstanden, nicht als Störung.
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Naschmarkt: 9.000 m² entsiegeln
Entsiegelung und Begrünung einer 9.000 m² großen Asphaltfläche – an einem Ort ohne Bestand, ohne Boden und mit einem Markt, der bleiben muss.
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Horn: von der Kartierung zur Empfehlung
Gemeindeebene statt Einzelfläche: eine flächendeckende Nutzungskartierung in QGIS – und am anderen Ende die Folgenabschätzung, die zwei Quartiersentwürfe über 15 Indikatoren vergleicht.
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Was davon Einzelarbeit ist und was nicht
Der Kendlerpark ist vollständig meine Arbeit – Analyse, Konzept, Entwurf, Plandarstellung, Modell. Am Damm entstanden Entwurf und Bau in der Gruppe; Bestandsaufnahme, Portfolio und Baubericht sind meine Einzelabgabe. Der Naschmarkt ist eine Arbeit zu dritt über 34 Seiten; von mir stammt der gezeigte Zonierungsplan. Horn ist ein Endbericht zu fünft über 103 Seiten; von mir stammen die drei Karten sowie die Kapitel 3.1 und 6 – die beiden Entwürfe darin nicht.
Das steht auf jeder Projektseite noch einmal im Einzelnen. Wo eine Zeichnung nicht eindeutig mir zuzuordnen ist, zeige ich sie nicht.
Und was danach kommt: Mengen, Kosten, Termine
Ein Plan ist noch keine Baustelle. Aus dem Damm-Projekt ist deshalb eine zweite Arbeitsprobe entstanden, die den kaufmännischen Teil zeigt: Leistungsverzeichnis, Kostenschätzung, Terminplan, Soll-Ist-Vergleich und Materialbilanz – jede Menge mit ihrer Herleitung aus der CAD-Fläche.
Das ist der Teil, den Planungsbüros und öffentliche Auftraggeber zuerst brauchen – und der in Portfolios fast immer fehlt.
Ausschreibung und Steuerung
- 15 LV-Positionen mit Mengenherleitung und Preisquelle
- Terminplan mit Soll, Ist und Abweichungsgrund
- Materialbilanz: geplant gegen tatsächlich verbraucht
- Prüfraster zu Vergabe- und Rechtsfragen
Weitere Studienprojekte
Im Studium sind weitere Gruppenprojekte entstanden, unter anderem ein Detailkonzept zur Naturschutzplanung und ein Baupraktikum.
Auf Anfrage erläutere ich diese Projekte und meinen Anteil daran gerne.