Vier Projekte, vier Maßstäbe

Ein gebautes Projekt, ein Entwurf, eine planerische Untersuchung und ein Raumplanungsprojekt auf Gemeindeebene – vom 60-m²-Hang bis zum Gemeindegebiet einer Bezirksstadt. Alle vier entstanden im Bachelorstudium Landschaftsplanung und Landschaftsarchitektur an der BOKU Wien. Bei allen vieren steht dabei, was meine eigene Arbeit war und was in der Gruppe entstand.

Was in diesen vier Projekten steckt

60 m²Hang geplant und gebaut
9.000 m²Fläche untersucht
1:200Grundriss und Schnitt
26Interviews vor Ort
15Indikatoren für zwei Varianten

Die vier Projekte decken die Kette einmal vollständig ab: eine Fläche untersuchen und die Abwägung aufschreiben, aus Befunden einen Entwurf entwickeln, einen Plan in eine gebaute Fläche überführen – und zwei fertige Varianten gegeneinander bewerten, bis eine Empfehlung dasteht. Keines der vier zeigt das allein.

Wie diese vier Projekte entstanden sind

Der gemeinsame Grundsatz

Bei jedem der vier steht nicht nur das Ergebnis, sondern der Weg dorthin: welche Befunde am Anfang standen, welche Entscheidung daraus folgte und was zwischen erster und letzter Fassung weggefallen ist. Ein Entwurf, dessen Begründung fehlt, lässt sich weder prüfen noch verteidigen.

Warum auch das Misslungene dabeisteht

Der Baubericht zum Damm stellt Planung und Ausführung Zeile für Zeile gegenüber: Bei acht von zehn Positionen kam etwas anders als geplant. 287 Pflanzen waren geplant, 328 wurden gesetzt.

Diese Differenz ist der eigentliche Lerninhalt des Projekts – und der Grund, warum sie nicht wegredigiert ist. Die Gegenüberstellung ansehen →

Die vier Projekte

Was davon Einzelarbeit ist und was nicht

Der Kendlerpark ist vollständig meine Arbeit – Analyse, Konzept, Entwurf, Plandarstellung, Modell. Am Damm entstanden Entwurf und Bau in der Gruppe; Bestandsaufnahme, Portfolio und Baubericht sind meine Einzelabgabe. Der Naschmarkt ist eine Arbeit zu dritt über 34 Seiten; von mir stammt der gezeigte Zonierungsplan. Horn ist ein Endbericht zu fünft über 103 Seiten; von mir stammen die drei Karten sowie die Kapitel 3.1 und 6 – die beiden Entwürfe darin nicht.

Das steht auf jeder Projektseite noch einmal im Einzelnen. Wo eine Zeichnung nicht eindeutig mir zuzuordnen ist, zeige ich sie nicht.

Und was danach kommt: Mengen, Kosten, Termine

Ein Plan ist noch keine Baustelle. Aus dem Damm-Projekt ist deshalb eine zweite Arbeitsprobe entstanden, die den kaufmännischen Teil zeigt: Leistungsverzeichnis, Kostenschätzung, Terminplan, Soll-Ist-Vergleich und Materialbilanz – jede Menge mit ihrer Herleitung aus der CAD-Fläche.

Das ist der Teil, den Planungsbüros und öffentliche Auftraggeber zuerst brauchen – und der in Portfolios fast immer fehlt.

Ausschreibung und Steuerung

  • 15 LV-Positionen mit Mengenherleitung und Preisquelle
  • Terminplan mit Soll, Ist und Abweichungsgrund
  • Materialbilanz: geplant gegen tatsächlich verbraucht
  • Prüfraster zu Vergabe- und Rechtsfragen

Die Arbeitsprobe ansehen →

Weitere Studienprojekte

Im Studium sind weitere Gruppenprojekte entstanden, unter anderem ein Detailkonzept zur Naturschutzplanung und ein Baupraktikum.

Auf Anfrage erläutere ich diese Projekte und meinen Anteil daran gerne.