Freiraum · Landschaftsbau und Vegetationstechnik

Hangbepflanzung
Groß-Enzersdorf

Vom Bestand zur gebauten Fläche. Projekt und Baupraktikum zu Landschaftsbau und Vegetationstechnik, BOKU-Versuchswirtschaft Groß-Enzersdorf, März bis Juni 2025.

Vorher · März 2025 Grasbewachsener Erddamm im Bestand, aufgenommen bei der Bestandsbegehung im März 2025
Bestandsbegehung: der unbepflanzte Damm.
Nachher · Juni 2025 Derselbe Damm im Juni 2025, bepflanzt und mit Mulchkanten gegliedert
Nachkontrolle: dieselbe Böschung nach der Umsetzung.

Aufgabe

Ein bestehender Erddamm auf der BOKU-Versuchswirtschaft Groß-Enzersdorf sollte dauerhaft begrünt werden – mit dem Ziel, den Hang zu stabilisieren, Erosion zu vermeiden und die Fläche dauerhaft zu bedecken.

Der Entwurf teilt die Fläche in zwei Abschnitte. Abschnitt A besteht aus ruhigen, großflächigen Pflanzeinheiten von 2–3 m², die die spätere Pflege vereinfachen. Abschnitt B ist kleinteiliger aufgebaut und arbeitet mit Höhenkontrasten sowie wechselnden Mulchmaterialien. Ausgewählt wurden trockenheitsresistente Arten mit breiter Wurzelstruktur; das Substrat wurde lagenweise mit Feinsubstrat und Kompost aufgebaut.

Geplant, gezeichnet und anschließend in vier Bautagen selbst umgesetzt.

Projektdaten

  • Fläche 60 m²
  • Arten 14
  • Pflanzen geplant / gesetzt 287 / 330
  • Bautage 4
  • Eigener Aufwand gesamt 115 h
  • Zeitraum 03–06/2025

Meine Rolle

Einzelabgabe innerhalb einer Kleingruppe. Entwurf und Bau entstanden gemeinsam in der Gruppe „Damm“; Bestandsaufnahme, Portfolio und Baubericht sind meine eigene Arbeit. Mein dokumentierter Aufwand für Planung, Bau und Dokumentation: 115 Stunden.

Planung

Ausführung

Fotodokumentation eines Bautags: Erdarbeiten am Hang, Einbau von Rundhölzern und Aufbringen des Substrats
Fotodokumentation Bautag 3: Erdarbeiten, Hangsicherung, Substrataufbau.

Geplant und tatsächlich ausgeführt

Der Baubericht stellt Planung und Ausführung Zeile für Zeile gegenüber – auch dort, wo etwas anders kam als vorgesehen:

  • Der vorgesehene Schottermulch wurde nicht geliefert. Auf beide Hügel kam stattdessen Rindenmulch, Miscanthus wurde als optische Trennung eingesetzt.
  • Bei der Pflanzenlieferung gab es Mengenabweichungen, also wurden die Patchgrößen angepasst.
  • Die Entfernung der Grasnarbe war eigenständig geplant, war vor Ort aber bereits durch die Gärtner erledigt.
  • Die Hangbefestigung mit Rundstämmen wurde umgesetzt, die Gräben dafür jedoch angepasst und erweitert.

Das ist derselbe Gedanke, der auch hinter den Automatisierungen auf dieser Seite steht: Abweichungen sichtbar machen, statt sie glattzuziehen.

Weitere Unterlagen

Das vollständige Portfolio umfasst 56 Seiten und enthält zusätzlich die Grundlagen der Bestandsaufnahme, die Aufnahme einer Windschutzhecke, das Pflegekonzept und den Gesamtbaubericht. Auf Anfrage stelle ich es gerne zur Verfügung.